Fotos: „Piusbruderschaft“ in Köln-Kalk nicht willkommen

Köln. „Einsegnung“ unter Polizeischutz. Knapp 80 Menschen folgten heute dem Aufruf des Bündnisses „Für ein Leben vor dem Tod“ und demonstrierten gegen die Einweihung der neuen Kirche der extrem rechten „Piusbruderschaft“. In der Steinmetzstraße im Stadtteil Kalk hatte die Bereitschaftspolizei den Bereich vor der ehemaligen neuapostlischen Kirche abgeriegelt, in Sicht- und Hörweite hielten die Gegner der „Piusbruderschaft“ eine Kundgebung ab. Anwohner beschimpften die erzreaktionäre Gruppierung: „Die haben den Arsch offen“. Holocaustleugner und Schwulenhasser wollen man in der Nachbarschaft nicht dulden. Am morgen hatte eine Demonstration von der Kalker Kapelle bis zur Steinmetztstraße stattgefunden. Bei der Auftaktkundgebung sprachen Vertreter des Bündnisses „Für ein Leben vor dem Tod“ und der Initiative „queergestellt!“. Ob die „Piusbrüder“ lange Freude an ihrer neuen Kirche haben werden? Antifaschisten kündigten am Mittag an, künftig die Kirche „Hl. Drei Könige“ der Priesterbruderschaft St. Pius X. häufiger zu besuchen. Am Rande der Einweihungsfeier ließ sich auch kurzzeitig Regina Wilden, Ratsmitglied für die extrem rechte „Bürgerbewegung pro Köln“, blicken. (mf)

Zum Thema auf seismograph.blogsport.de:

Fun­da­men­ta­lis­ti­sche „Pi­us­bru­der­schaft“ zieht nach Köln-​Kalk -> http://​seis­mo­graph.​blog­sport.​de/​2011/​05/​05/​fun­da­men­ta­lis­ti­sche-​pi­us­bru­der­schaft-​zieht-​nach-​ko­eln-​kalk/


Redebeitrag von „queergestellt!


„Saalschutz“ der „Piusbruderschaft“

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9 Antworten auf „Fotos: „Piusbruderschaft“ in Köln-Kalk nicht willkommen“


  1. 1 NRW 29. Mai 2011 um 0:19 Uhr

    Aus welchem Grund sind die Gesichter der Demonstranten verfremdet, aber nicht die Gesichter der Polizisten und der Pius-Anhänger?

    Weil wir die Pius-Anhänger nicht mögen, die Demonstranten aber schon.

  2. 2 Seismograph 29. Mai 2011 um 6:53 Uhr

    Die WDR-Lokalzeit Köln berichtete gestern über die Debatte um die „Piusbruderschaft“ im Stadtteil Kalk: http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/rueckschau/2011/05/28/lokalzeit_koeln.xml?noscript=true&offset=53&autoPlay=true&#flashPlayer

  3. 3 Afa 29. Mai 2011 um 14:42 Uhr

    Tolle Aussage.Scheiss Nazis.

  4. 4 Nikolaus Wiese 29. Mai 2011 um 18:24 Uhr

    Weder bin ich roem.-katholisch noch sonstwie der Priesterbruderschaft Pius X verbunden. Ich habe trotzdem an der Kircheneinsegnung teilgenommen und begruesse es ausserordentlich, dass nun die Anhaenger des altehrwuerdigen latein. Ritus in Koeln eine religioese Heimat gefunden haben. -Mein Foto haetten Sie gerne bringen koennen, denn ob Leute Ihrer Coleur, denen Meinungs- und Religionsfreiheit bekanntermassen fremd ist, „mich moegen oder nicht“ ist mir als Orthodoxem Christen wahrlich einerlei! Meine Kirche jedenfalls haben Ihre gottlosen Gesinnungsgenossen in Ihrer 80jaehrigen Herrschaft nicht ueberwaeltigen koennen. -Das wird Ihnen mit Ihrer Kampagne sicherlich auch in Kalk mit den Anhaengern der kath. Traditionalisten nicht gelingen!

    Tja, das sehen wohl auch die Nachbarn in Kalk ganz anders, die überhaupt nicht glücklich darüber sind, dass eine Bande von Antisemiten, Holocaustleugnern und Schwulen- und Lesbenhassern in ihr Viertel gezogen ist. Ansonsten sollten Sie lernen, sorgfältiger zu lesen. Dann wird Ihnen auffallen, dass hier im Blog zwar über die „Piusbruderschaft“ (und die Proteste) berichtet wird, aber keine „Kampagne“ geführt wird. Und übrigens: Die Religionsfreiheit wurde von den Demonstranten gegen die Pius-Anhänger gestern überhaupt nicht in Frage gestellt… (mf)

  5. 5 NRW 29. Mai 2011 um 18:55 Uhr

    Gab es denn eine Umfrage in Köln-Kalk, oder haben die Demonstranten sich selbst befragt?

    Warum mögen Sie die Pius-Anhänger eigentlich nicht? Haben Sie mal mit denen gesprochen?

    Die Wünsche von Nachbarn aus den Fenstern in Richtung Piuskirche waren eindeutig. Und nein, erzreaktionäre Fanatiker mit Kontakten zum organisierten Neofaschismus mögen wird nicht.

  6. 6 NRW 29. Mai 2011 um 19:36 Uhr

    Es ist lächerlich, wenn man den braven Omis, die ihren Gottesdienst in Köln-Kalk besuchen, vorwirft, sie seien „erzreaktionäre fanatiker mit Kontakten zum organisierten Neoifaschismus“. Lassen Sie sich nicht verblenden … schwarze Schafe gibt es überall, sicherlich auch bei den Pius-Anhängern, aber „Demonstranten“, die einfach „um dagegen zu sein“ ohne wirkliche Kenntnis der Hintergründe nur Vorurteile haben und sich nicht mit der Sache beschäftigen wollen, tun mir leid.

    Was Sie als „schwarze Schafe“ bezeichnen hat aber durchaus System in der „Piusbruderschaft“. Da reicht z. B. ein Blick in das „Mitteilungsblatt“ der Priesterbruderschaft St. Pius X. Und dass der „Distriktobere“ Franz Schmidberger eine Veranstaltung in Stuttgart mit einem Referenten aus dem NPD-Umfeld zulässt, spricht für sich.

  7. 7 Nikolaus Wiese 30. Mai 2011 um 11:59 Uhr

    Die Leute, die hinter Ihrer Gruppierung stehen, duerften wohl kaum die Mehrheit der „Nachbarn in Kalk“ darstellen. Die Kalker Buerger, zum grossem Teil mit „einem Migrationshintergrund“, ganz gleich woher sie stammen, werden sich energisch dagegen verwahren, mit Ihrer Gruppe in einen Topf geworfen zu werden! Dies gilt ganz besonders fuer die Mitglieder der Russ.-Orthodoxen Gemeinde in Kalk. Der roem.-kath. Dechant, Pfr. Meurer, der vermutlich die Mehrheit der Nachbarn hinter sich hat, hat seine Glaubensbrueder jedenfalls willkommen geheissen, -wie auch „ebenso Buddhisten und Muslime“, wie er es ausgedrueckt haben soll. – Weder die Priesterbruderschaft noch ihre Anhaenger, allesamt einfache, friedliche, glaeubige Menschen, koennen fuer die unsaeglichen Aeusserungen des Bischofs Williamson haftbar gemacht werden.- Dieser ist aller Aemter und Funktionen enthoben, mit Schweigegebot belegt und zu recht in die Versenkung verbannt worden.- Was nun Fragen von Ethik, Sitte und Moral anbelangt, sei es Promiskuitaet oder Abtreibung etc., so unterscheiden sich die Ansichten und Ueberzeugungen der Anhaenger der kath. Traditionalisten weder von denen ihrer liberaleren Glaubensbrueder, der Neu-Apostolen noch aller uebrigen Protestanten, der Orthodoxen wie auch den Glaeubigen anderer Religionen in Kalk. -Da muessten Sie Ihren Feldzug noch weit ausdehnen.

    Werfen Sie eigentlich auch dem WDR vor, eine „Kampagne“ gegen die „Piusbruderschaft“ zu führen? Und wie erklären Sie sich, dass auch der „Distrikobere“ Franz Schmidberger bei sich in Stuttgart eine Veranstaltung mit einem Referenten aus dem NPD-Millieu zuließ (siehe den im Blog verlinkten TV-Beitrag von „Monitor“)? Da Sie scheinbar nicht auf die Argumente der Kritiker der „Piusbruderschaft“ eingehen wollen, ist die Debatte hier an dieser Stelle beendet.

  8. 8 NRW 30. Mai 2011 um 19:56 Uhr

    „…bei sich in Stuttgart eine Veranstaltung mit einem Referenten aus dem NPD-Millieu zuließ (siehe den im Blog verlinkten TV-Beitrag von „Monitor“)? “

    Aus christlicher Sicht ist es sehr zu begrüßen, wenn auch NPD-Mitglieder den Weg zu Gott suchen … man würde sich auch sehr darüber freuen, wenn Leute aus „Eurem Demonstrationszug“ zum Glauben kommen würden. Für Gott gibt es keine Unterschiede, er heißt jeden willkommen, der ihn ernsthaft sucht …

  9. 9 Rudi 01. Juni 2011 um 18:07 Uhr

    Zitat Seismograph:
    Und wie erklären Sie sich, dass auch der „Distrikobere“ Franz Schmidberger bei sich in Stuttgart eine Veranstaltung mit einem Referenten aus dem NPD-Millieu zuließ (siehe den im Blog verlinkten TV-Beitrag von „Monitor“)?

    Tatsache ist, dass dieser Referent wieder ausgeladen wurde, nachdem sein „Milieu“ bekannt wurde. Der Vortrag fand nicht statt.
    Siehe auch hier, am Ende: http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=6118504/lrfxh7/

    Das ist korrekt, allerdings kam die Ausladung erst nach massivem öffentlichen Druck zustande. Nach der Causa Richard Williamson konnten sich die Piusbrüder wohl einen zweiten GAU nicht mehr erlauben.

    Im Übrigen sind die Positionen der Bruderschaft zum Thema Sexualität dieselben, die auch im offiziellen Katechismus der Katholischen Kirche beschrieben sind:
    http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_INDEX.HTM

    Schlimm genug…

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