Archiv der Kategorie 'Grauzone'

Köln: „festival contre le racisme“ in siebter Auflage

Köln. Ab heute findet an der Universität Köln die siebte Auflage des „festival contre le racisme” statt. Auf dem Programm der vom AstA der Uni Köln organisierten Veranstaltungsreihe stehen bis zum 9. Juni 2011 Ausstellungen, Theateraufführungen, Vorträge, Filme, Konzerte sowie ein Workshop.

Zu den kulturellen Höhepunkten der Veranstaltungsreihe zählt u.a. die Aufführung des Theaterstücks „Der Vorgang Oury Jalloh“ am 7. Juni sowie ein Open-Air-Konzert auf dem Vorplatz des Philosophikums am kommenden Mittwoch. Zu sehen ist auch die von der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten“ (VVN-BdA) erstellte Ausstellung „Neofaschismus in Deutschland“, die während des ganzen Festivals in der Unimensa an der Zülpicher Straße gezeigt wird. Thematisch umfassen die Programmpunkte die Lebensumstände von Flüchtlingen,verschiedene Annäherungen an das Thema Rassismus und die menschenverachtende Ideologie der neofaschistischen Szene. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Der AStA der Uni Köln hofft, dass das diesjährige „festival contre le racisme“ zu einer vielfältigen Auseinandersetzung mit dem Thema Rassismus beitragen kann und zum Nachdenken, Diskutieren und Hinterfragen anregen wird. „Rassismus macht nicht an der Hörsaaltür halt, darauf und auf den alltäglichen Rassismus in unserer Gesellschaft wollen wir durch das ‘festival contre le racisme’ aufmerksam machen“, erklärt der 1. AstA-Vorsitzende Jonas Thiele.
„Ich hoffe, dass das diesjährige „Festival contre le racisme“ zu einer vielfältigen Auseinandersetzung mit dem Thema Rassismus beitragen kann und zum Nachdenken, Diskutieren und Hinterfragen anregen wird“, sagte Johanna Glaser, Referentin für Kritische Wissenschaft und Antidiskriminierung. „Gerade unreflektiert unterschwelliger Rassismus ist bis heute ein Problem. Hier versuchen wir Lösungsansätze zu geben.“

Das „festival contre le racisme“ findet seit 2003 an deutschen Hochschulen statt. Vorbild sind die vom französischen Studierendenverband UNEF organisierten Festvials, die seit 1995 stattfinden. Das vollständige Programm des „festival contre le racisme“ in Köln lässt sich unter http://www.festival.uni-koeln.de nachlesen. (mf)

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Fotos: „Piusbruderschaft“ in Köln-Kalk nicht willkommen

Köln. „Einsegnung“ unter Polizeischutz. Knapp 80 Menschen folgten heute dem Aufruf des Bündnisses „Für ein Leben vor dem Tod“ und demonstrierten gegen die Einweihung der neuen Kirche der extrem rechten „Piusbruderschaft“. In der Steinmetzstraße im Stadtteil Kalk hatte die Bereitschaftspolizei den Bereich vor der ehemaligen neuapostlischen Kirche abgeriegelt, in Sicht- und Hörweite hielten die Gegner der „Piusbruderschaft“ eine Kundgebung ab. Anwohner beschimpften die erzreaktionäre Gruppierung: „Die haben den Arsch offen“. Holocaustleugner und Schwulenhasser wollen man in der Nachbarschaft nicht dulden. Am morgen hatte eine Demonstration von der Kalker Kapelle bis zur Steinmetztstraße stattgefunden. Bei der Auftaktkundgebung sprachen Vertreter des Bündnisses „Für ein Leben vor dem Tod“ und der Initiative „queergestellt!“. Ob die „Piusbrüder“ lange Freude an ihrer neuen Kirche haben werden? Antifaschisten kündigten am Mittag an, künftig die Kirche „Hl. Drei Könige“ der Priesterbruderschaft St. Pius X. häufiger zu besuchen. Am Rande der Einweihungsfeier ließ sich auch kurzzeitig Regina Wilden, Ratsmitglied für die extrem rechte „Bürgerbewegung pro Köln“, blicken. (mf)

Zum Thema auf seismograph.blogsport.de:

Fun­da­men­ta­lis­ti­sche „Pi­us­bru­der­schaft“ zieht nach Köln-​Kalk -> http://​seis­mo­graph.​blog­sport.​de/​2011/​05/​05/​fun­da­men­ta­lis­ti­sche-​pi­us­bru­der­schaft-​zieht-​nach-​ko­eln-​kalk/


Redebeitrag von „queergestellt!


„Saalschutz“ der „Piusbruderschaft“

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Köln: Der Protest gegen die „Piusbruderschaft“ in Kalk formiert sich

Köln. Am kommenden Samstag will die fundamentalistische, am äußerst rechten Rand des Katholizismus angesiedelte „Piusbruderschaft“ ihre neuerworbene Kirche in der Steinmetzstraße im Stadtteil Kalk einweihen. Inzwischen formieren sich die Gegner der erzreaktionären Gruppierung. Für Samstag, den 28. Mai 2011 ruft ein Bündnis zu einer Demonstration gegen die Piusbruderschaft auf. Diese steht unter dem Motto „Für ein Leben vor dem Tod! Gegen religiösen Fundamentalismus in Köln-Kalk!“ und beginnt ab 9 Uhr vor dem Kalker Bezirksrathaus (U-Bahn-Station Kalk-Kapelle). Im „Autonomen Zentrum“ in Kalk finden am Dienstag und Freitag Veranstaltungen statt, die u.a. die Piusbruderschaft kritisieren. (mf)

Zum Thema siehe auch:

Fun­da­men­ta­lis­ti­sche „Pi­us­bru­der­schaft“ zieht nach Köln-​Kalk -> http://​seismograph.​blogsport.​de/​2011/​05/​05/​fundamentalistische-piusbruderschaft-zieht-nach-koeln-kalk/

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Köln: Schüler demonstrieren für David Berger

Köln / Erftstadt. Rund 400 Teilnehmer zählten die Organisatoren der Demonstration „Gegen Ho­mo­pho­bie und Fun­da­men­ta­lis­mus – So­li­da­ri­tät mit David Ber­ger!“, die heutige Nachmittag und am frühen Abend vom Dom durch die Kölner Innenstadt zog. Es waren vor allem Schülerinnen und Schüler aus Erftstadt, die ihren Unmut über den Entzug der Lehrerlaubnis David Bergers durch Kardinal Joachim Meisner äußerten. Wie berichtet, hatte Meisner Anfang Mai dem schwulen Theologen und Buchautoren Berger untersagt, weiterhin am Ville Gymnasium in Erftstadt katholische Religion zu unterrichten. Als Rednerin trat heute u.a. die katholische Theologin Uta Ranke-Heinemann auf. Der Amtssitz Meisners wurde von einigen Beamten der Bereitschaftsspolizei „bewacht“ – ein Bild, dass man in Köln nicht häufig sieht.

Ein längerer Text folgt ggf. in den nächsten Tagen

Fotos

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Köln: Schüler-Demonstration gegen Kardinal Meisner

Köln / Erftstadt. Das durch den Kölner Kardinal Joachim Meisner verhängte Lehrverbot gegen den schwulen Theologen David Berger hat mediale Wellen geschlagen. Am heutigen „Internationalen Tag gegen Homophobie“ will ein Bündnis aus Schülerinnen und Schüler des Ville Gymnasium der Stadt Erftstadt in Köln unter dem Motto „Gegen Homophobie und Fundamentalismus – Solidarität mit David Berger!“ demonstrieren.

Die Aktion, zudem die Organisatoren mehrere hundert Teilnehmer erwarten, beginnt um 16 Uhr auf dem Vorplatz des Kölner Haupbahnhofes. Anschließend folgt eine Demonstration durch die Innenstadt. „Unser Demonstrationszug wird auch am Dienstsitz von Kardinal Meisner in der Marzellenstraße vorbeiziehen“, erklärte Bündnis-Sprecherin Anna Schmitz. „Unser Protest richtet sich nicht nur gegen diese eine Entscheidung Meisners, sondern vor allem auch gegen die alltägliche Diskriminierung von Schwulen und Lesben“, betonte der 18-jährige Schüler Max Heinemann gegenüber „Seismograph“. Im Aufruf des Bündnisses wird kritisiert, dass Religion im Allgemeinen und der Einfluss religiöser Fundamentalisten im Besonderen die freie Entfaltung menschlicher Bedürfnisse behindere. Der „Hasspredigier“ (Volker Beck) Joachim Meisner ist wegen seiner besonders reaktionären Positionen umstritten.

Unterstützt wird der Aufruf zur Demonstration u.a. vom Kölner Kreisverband von Bündnis 90 / Die Grünen. Mit Volker Beck konnten die Organisatoren einen prominenten schwulen Politiker als „Schirmherr“ gewinnen.

Anfang Mai war dem Erftstädter Pädagogen durch den Kölner Kardinal Joachim Meisner die Lehrerlaubnis für den katholischen Religionsunterricht entzogen worden. Der Kölner Erzbischof habe sich zum Entzug der sogenannten „missio canonica“ gezwungen gesehen, hieß es in einem Bericht des „Kölner Stadtanzeigers“. Das Erzbistum habe erklärt, dass Berger durch seine Veröffentlichungen und Äußerungen in den Medien selbst den Anschein erweckt habe, „in Lehre und Lebensführung mit den moralischen und gesetzlichen Normen der Kirche nicht übereinzustimmen“. Berger übte bis zu seinem Outing Aufgaben und Funktionen am rechten, traditionalistischen Rand der katholischen Kirche aus. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde er als Autor des Enthüllungsbuches „Der heilige Schein: Als schwuler Theologe in der katholischen Kirche“ (erschienen im November 2010) bekannt. (mf)

Zum Thema „Religiöser Fundamentalismus“ in Köln siehe auch:

Fundamentalistische „Piusbruderschaft“ zieht nach Köln-Kalk -> http://seismograph.blogsport.de/2011/05/05/fundamentalistische-piusbruderschaft-zieht-nach-koeln-kalk/

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